„5 Pieces for Classic-Guitar“ von Karlheinz Hornung

Der Gitarrist, Studiomusiker & Gitarrenlehrer Karlheinz Hornung veröffentlichte in diesem Jahr seine „5 Pieces for Classic-Guitar“ im Fidelio-Verlag.

Nach seinem Studium an der Joe Haider School in München spielte er zunächst als Gitarrist in verschiedenen Bands, bevor er noch einmal an die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz zum Studium wechselte. Im Anschluss tourte er mit seiner eigenen Band, war Studiomusiker von über 150 Audioeinspielungen und war für Fernsehaufnahmen beim ORF, RTV-Oost (Nederlande), BR und WDR aktiv. Neben dem Engagement als Studio- und Bühnenmusiker war für Karlheinz Hornung immer schon die Arbeit als Musikschullehrer bedeutend. Somit übernahm er 2002 die Leitung der Musikschule „Musikwerkstatt Schwabmünchen“, die er auch aktuell führt und prägt.

 

Wir fragen den erfahrenen Studio- und Bühnenmusiker Karlheinz Hornung, was Ihn zur Veröffentlichung seiner eigenen Kompositionen motivierte.

Die Kompositionen sind teils schon älter! Nachdem ich durch Corona vorrübergehend mal endlich Zeit hatte, habe ich mich mit der Notation der Gitarrenstücke beschäftigt.

 

Ihr Notenheft „5 Pieces for Classic-Guitar“ beinhaltet abwechslungsreiche Stücke für die Konzertgitarre. Blättert man nun das Inhaltsverzeichnis auf, stößt man auf sehr individuelle Bezeichnungen der einzelnen Stücke, wie „Kalimera“ oder auch „Ricercaros“. Wie beschreiben Sie die inhaltliche Ausrichtung Ihres Werkes bzw. der einzelnen Stücke?

Ich habe meine langjährigen Erfahrungen als Musiklehrer mit Übungen für Gitarre und wohlklingenden Vortragsstücken versucht zusammen zu führen.

Das Stück "Kalimera" hatte ich ursprünglich für Gitarrenorchester geschrieben. Es heißt „Guten Morgen“ auf Griechisch und wurde von mir für Solo-Konzertgitarre umgeschrieben.

"Regenbogen" ist eigentlich ein Thema aus einem Zeichentrickfilm bei dem ich die Musik komponierte - Der Streit um den Regenbogen -.

"Land of Lydians" ist eine Etüde für schnelles Tonleiter-Spiel mit 3 Finger der rechten Hand und verbindet musikalisch die Kirchentonart Lydisch als Basis dazu.

"Ricercaros" ist eine Etüde für 4 Finger der rechten Hand. Ich habe die offenen Saiten dazu eingebaut um ein weites, geheimnisvolles Klangbild zu erzeugen.

"Espaniol" ist ebenso eigentlich eine Etüde für 3 Finger der rechten Hand, wobei ich diesmal die phrygische Kirchentonart eingebaut habe. Natürlich entsteht dadurch die spanische Klangebene.

 

Wie würden Sie selbst Ihr Werk musikalisch interpretieren? Gibt es Musiker*innen oder auch Komponisten*innen, die Sie inspiriert haben?

"5 Pieces for Classic-guitar" sind melodiöse, kleine Vortragsstücke als Intros oder Zwischenspiel bei Vorspielabenden. Inspiriert wurde ich von den alten Meistern, Carcassi, Tarrega, Carulli...

 

Sie selbst sind nicht nur Gitarrist, sondern ebenso Gitarrenlehrer. Sie beschreiben Ihre Noten als praxiserprobt und für Gitarrenschüler geeignet. Wie fühlt es sich an, wenn die eigenen Schüler ihre Kompositionen spielen und möglicherweise ganz neu interpretieren?

Man kann durch meine Kompositionen teils sehr hohe Fingerfertigkeit erreichen. Es ist natürlich sehr schön für einen Lehrer, wenn man die Entwicklung seiner Schüler bei Konzerten und Vorspielabenden dadurch erkennen kann. 

 

Wie sind Sie auf den Fidelio-Verlag gestoßen, bzw. was hat sie dazu bewegt ihre Noten hier veröffentlichen zu lassen?

Ich kannte den Fidelio-Verlag aus diversen Musikzeitschriften und von der Musikmesse Frankfurt. Der Verlag erschien mir immer sehr sympathisch.

 

Haben Sie schon Fortsetzungen geplant oder werden Sie weitere Stücke veröffentlichen?

Natürlich gibt es Fortsetzungen, ich habe ja so viel noch gar nicht transkribiert!!

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