Im Gespräch: 10 schnelle Fragen an Alexander Ristivojevic

Alexander Ristivojevic ist Pianist und Komponist. Im Januar 2021 veröffentlichte er im Fidelio Verlag ein Klavierarrangement zur Titelmelodie der berühmten Krimiserie "Derrick". Die Krimiserie Derrick ist eine der bekanntesten Krimiserien aller Zeiten. Weltweit wurde sie in über 100 Ländern ausgestrahlt. Entsprechend der weltweiten Verbreitung der Serie ist auch die Bekanntheit der Titelmelodie. Wenige Töne reichen aus, um zu erkennen, was für eine Serie und welche Titelmelodie vorliegt.

 

Aus der Titelmelodie von Derrick hat Alexander Ristivojevic ein umfangreiches Klavierarrangement geschrieben. Variationen in zahlreichen Genres (Latin, Boogie, Ragtime, Tango ...) und Stilepochen lassen die Melodie in einem neuen Licht erscheinen und erklingen.

 

Wir haben mit ihm gesprochen und 10 schnelle Fragen an Alexander Ristivojevic gestellt:

 

 

1. Wie sind Sie auf die Idee gekommen ein Klavierarrangement zu der Krimiserie "Derrick" zu komponieren?
A.R.: „Ja, das ist eine gute Frage! Diese Musik fasziniert mich heute noch! Sie kreiert mit dem ersten Ton die gewünschte Atmosphäre. Das Anfangsmotiv besteht nur aus vier Tönen. Daraufhin erklingt dieser melancholische Walzer und da juckte es in den Fingern, ich musste ein Klavierstück daraus machen. Aus vier Tönen und einen kleinen Walzer ein 11-seitiges Arrangement zu schaffen, das hat schon was. Die Variationen bieten Abwechslung, da ist immer etwas los. Es war der kompositorische Reiz, das Thema mit verschiedenen Genres und Stilelementen zu durchleuchten.“ 

 

2. Welche persönliche Frage würden Sie dem Hauptdarsteller von Derrick, Horst Tappert, gerne stellen?
A.R.: „Gefallen Ihnen meine „Derrick-Variationen“?“

 

3. Gibt es eine Erfahrung, die Sie in ihrer musikalischen Laufbahn geprägt hat?
A.R.: „Als Teenager sah ich den Film „Amadeus“ von Miloš Forman im Kino. Das hat mich wirklich geprägt. Es hatte eine mystische Wirkung auf mich, und ja, ich glaube, es hat mir das Tor zur „klassischen“ Musik geöffnet. Ich weiß übrigens, dass ich da nicht der einzige war!“

 

4. Wenn Zeitreisen möglich wären, in welches Jahr bzw. Jahrhundert würden Sie reisen wollen und welche Person würden Sie dort gerne treffen?
A.R.: „Nun ja, Wien 18. Jahrhundert; wäre schon nett, Mozart dort auf den Gassen zu treffen. (Vielleicht wäre es in Salzburg noch interessanter, dann hätte ich auch nicht so weit zu fahren.)“

 

5. Wie würde Ihr ultimatives Traum-Klavier aussehen, wenn der Fantasie keine Grenzen gesetzt wären?
A.R.: „Ich möchte leicht-gewichtete Tasten, wie es ja auch historisch ist, damit ich mich bei Chopin und Rachmaninow nicht mehr so quälen muss...“

 

6. Was war Ihr schönstes Konzert das Sie erlebt haben?
A.R.: „Das weiß ich noch ganz genau: es waren die Beatles damals im Hamburger Star Club! Nein (leider), Scherz beiseite, tatsächlich gehe ich selten auf Konzerte.“

 

7. Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?
A.R.: „Menschen durch meine Musik emotional zu bewegen.“

 

8. Welche Stadt würden Sie bevorzugen: Rom oder Wien?
A.R.: „In Wien habe ich fast 10 Jahre gelebt, das ist ein besonderes Pflaster, besonders für Musiker. Italien ist Italien, wer würde da nein sagen?“

 

9. Wer ist Ihr Lieblingsmusiker/-in?
A.R.: „Wow, das ist eine unmögliche Frage, nach der Art: welche deiner Töchter liebst du am meisten! Glücklicherweise haben wir so eine große Auswahl an hervorragender Musik. Wenn sie es dennoch etwas konkreter haben wollen: zur Zeit bin ich sehr vertieft in „Die Kunst der Fuge“, also J.S. Bach.“

 

10. Was begeistert Sie am Komponieren?
A.R.: „Meine musikalischen Fantasien ausleben zu können, Musik zu erschaffen, Harmonien und Rhythmen nach meinem Geschmack zu kreieren, die hoffentlich auch andere Menschen begeistern.“

 

 

 

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