Klammerheftung, Spiralbindung & Co. - Welche Bindung zu Ihren Musiknoten passt

Wer Musiknoten in einem Notenverlag veröffentlichen möchte, wird zwangsläufig mit der Frage konfrontiert, in welcher Art und Weise die Noten gebunden werden sollen. Gefalzt, Geheftet, Ringbuch, Wire-O, Klebebindung oder Softcover?
Da die Bindung die Eigenschaften der Drucksachen beeinflusst, macht es Sinn, zuerst einmal zu überlegen, welche Eigenschaften publizierte Musiknoten aufweisen sollen. Am Klavier sollen Musiknoten beispielsweise offen stehen bleiben.
In der Regel werden Musiknoten großflächig gedruckt, häufig im Format DIN A4, teilweise auch ein wenig kleiner. Zudem sollten die Druckkosten möglichst gering sein, damit die Publikation im Handel nicht zu teuer wird.
Wir bringen ein wenig Licht ins Dunkel und erläutern, was sich hinter den Begriffen verbirgt. Wo liegen die Vor- und Nachteile:

Falzung:
Der einfachste Schritt der Weiterarbeitung ist sicherlich die Falzung. Falzung bedeutet nichts anderes als Knicken. Um ein vierseitiges Notenblatt im Endformat A4 zu erhalten, wird ein A3-Blatt einmal in der Mitte gefalzt. Häufig trifft man diese Verarbeitung bei kleinen Chorarrangements oder Einzelausgaben für Klavier. Bei Klavierausgaben legen wir teilweise auch zwei gefalzte Blätter ineinander, ohne sie zu heften. So kann der Pianist beide Blätter nebeneinander auf das Notenpult des Klaviers legen und muss nicht blättern.
Klammerheftung:
Bei Musiknoten, deren Umfang acht Seiten übersteigt, wird meist zunächst auf eine Klammerheftung zurückgegriffen. Klammerheftungen sind der Klassiker im Broschürendruck. A3-Bläter werden in der Mitte gefalzt und mit einer Heftklammer (Tackernadel) zusammengeheftet. Vorteil dieser Heftung ist zweifelsohne der geringe Herstellungspreis. Zudem bleiben die Notenhefte bei geringem Umfang offen stehen, ohne zuzufallen. Bei größerem Umfang funktioniert dies nicht mehr so gut. Ab ca. 30-40 Seiten macht es Sinn, über eine andere Heftung für die Musiknoten nachzudenken.


Ringbuchbindung:
Die Ringbuchbindung, auch Wire-O-Bindung oder Spiralbindung genannt, bietet sich für Musiknoten immer bei größerem Seitenumfang an. Dabei werden die Blätter an einer Seite mit einem spiralförmigen Draht zusammengehalten. Die Seiten können nach Belieben aufgeschlagen werden und bleiben immer offen stehen. Die bekannteste Anwendung für Spiralbindung findet sich wohl bei Schreibblöcken (Collegeblöcken). Leider ist die Spiralbindung auch die teuerste Bindung und daher nur bei umfangreichen und dann auch teureren Produktionen zu empfehlen.


Klebebindung:
Die Klebebindung findet sich bei Broschüren und Softcoverbüchern, die in der Hand gehalten gelesen werden. Magazine, Zeitschriften oder Bücher müssen meist nicht offen auf dem Tisch liegen. Das würde bei einer Klebebindung auch nicht so einfach funktionieren. Für Musiknoten ist sie deshalb beinahe ungeeignet und nicht verbreitet. Lediglich bei Kopiervorlagen oder Fachbüchern ist sie zu finden.

So vielfältig die Musiknoten, so vielfältig sind auch die Bindungen. Jedes Produkt ist einzigartig und es muss immer wieder neu überlegt werden, welches Format und welche Bindung passt. Wir beraten Sie gerne ausführlich zu allen Möglichkeiten und finden gemeinsam die passende Bindung für Ihre Noten.

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